Augenkrankheiten
Katarakt – Grauer Star
Als grauen Star bezeichnet man den Alterungsprozess der Augenlinse, die meist langsam trüb wird. Dieser äussert sich in einer langsamen Abnahme des Sehvermögens und vermehrtem Blendegefühl. Meist tritt dies ab dem 60. Bis 70 Lebensjahr ein und entwickelt sich in der Mehrheit der Fälle langsam. In Ausnahmefällen, bei sogenannten Kapsel- oder Rindenkatarakten kann die Trübung auch relativ rasch innert Monaten eintreten.
Durch die voranschreitende Katarakt kommt es zu einer zunehmenden Verschlechterung der Sehkraft und je nach Form auch zu Blendungsphänomenen. Bei langsamem Voranschreiten wird die Veränderung der Sehkraft und der Farbempfindung vom Patienten meist erst spät wahrgenommen. Neben der herkömmlichen Entwicklung des grauen Stars gibt es auch Spezialsituationen, in welchen man die Linse trotz noch guter Sehschärfe ersetzt: Bei einem akuten oder chronischen Engwinkelglaukom (lesen sie mehr dazu) erreicht man durch die Entfernung der Linse mittels Kataraktoperation wieder einen verbesserten Abfluss. Der graue Star wird heute ambulant mit lokaler Betäubung mittels Augentropfen in 10 bis 15 Minuten operiert. Dabei wird die trüb gewordene Augenlinse entfernt und durch eine Kunststofflinse ersetzt.
Wahl der richtigen Kunstlinse
Als erfahrener Operateur begleite ich Sie bei der Wahl der richitgen Kunstlinse. Sie haben die einmalige Chance im Leben eine vorher bestehende Fehlsichtigkeit teilweise oder auch ganz zu korrigieren. Alles lässt sich aber leider auch nicht korrigieren wie zum Beispiel bei bestehenden Erkrankungen der Netzhaut oder Augen, die nicht gelernt haben zu sehen.
Monofokallinsen
Diese werden heute in den meisten Fällen verwendet. Diese korrigieren für eine Distanz – Weite oder Nähe – deswegen braucht man sicher für die jeweils nicht korrigierte Distanz eine Brille oder Kontaktlinse. Da auch mit den modernsten Berechnungsmethoden ein kleiner Restfehler bestehen bleiben kann, ist meist eine Gleitsichtbrille, wie schon vor der Operation, eine gute Lösung. Liest und arbeitet man nur wenig in die Nähe und ist der Fehler nur klein für die Weite nach der Operation, sind auch viele Patienten nur mit einer Lesebrille zufrieden.
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Sphärische Klarlinse.Neben der konventionellen Basislinse, welche in der Pauschale enthalten ist und von der Krankenkasse übernommen wird, gibt es verschiedene Speziallinsen, welche zusätzliche Funktionen haben und die deswegen auch nicht von der Krankenkasse bezahlt werden.
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Die erste Sonderlinse und gleichzeitig auch der in der Schweiz am häufigsten eingesetzte Linsentyp ist eine asphärische Blaufilterlinse. Die Zusatzfunktion bietet vor allem bei schlechteren Lichtverhältnissen einen besseren Kontrast und eine stabil gute Sehschärfe. Der Blaufilter blockiert einen Anteil des kurzwelligen Lichtes. Dieses kurzwellige Licht ist allenfalls für die Netzhaut schädlich und mit dem Filter können wir den Einfall des kurzwelligen Lichtes auf die Netzhautmitte - die Macula - reduzieren.
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Bei Hornhautverkrümmungen über 1.0 Dioptrien gibt es neben der monofokalen Linse auch die Möglichkeit eine torische Linse zu implantieren. Diese korrigiert die Hornhautverkrümmung und führt somit zu einer besseren Sehschärfe ohne Brille nach der Operation. Eine kleine Restfehlsichtigkeit ist auch hier möglich und da die torische Linse auch nur in eine Distanz korrigiert – zum Beispiel in die Weite – braucht es nachher trotzdem zumindest eine Brille in unserem Beispiel in die Nähe.
Brillenfreiheit
Möchte man mehrheitlich ohne oder gar ganz ohne Brille sein, gibt es mehrere Möglichkeiten. Wichtig zu beachten ist, dass man bei diesen Möglichkeiten auch bereits kleinere Hornhautverkrümmungen mitkorrigieren muss.
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Man kann durch die Kataraktoperation ein Auge für die Ferne korrigieren und eines für die Nähe und braucht dann meist keine Brille – diese Konstellation nennt man Monovision. Dies muss man unbedingt mit Kontaktlinsen vor der Operation simulieren, ob das gut vertragen wird. Der Nachteil hier ist, dass das räumliche Sehen ohne Korrektur nicht mehr gleich gut ist. Auch hier setzt man Monofokallinsen ein und die Hornhautverkrümmung sollte falls vorhanden korrigiert werden.
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Bei diesem Linsentyp ist das Ziel einer guten Sehschärfe in die Weite und in die Nähe bis etwa auf 80cm. Damit lässt sich ein Grossteil des Alltages ohne Brille bestreiten, wobei man zum Lesen sicher und am PC allenfalls eine leichte Lesebrille braucht. Der Vorteil von diesen Linsen ist, dass sie keine Nebeneffekte wie Halos haben und man einen hohen Kontrast beibehält.
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Bei Bifokalbrillen ist das Ziel sowohl in die Weite gut zu sehen und auch auf PC-Distanz eine ausreichende Sehschärfe zu erreichen. Zum Lesen (40cm) bedarf es dann meist einer einfach Lesebrille. Auch hier lassen sich allfällige Restfehler mittels Laser einfach nachkorrigieren.
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Wir haben mehrjährige Erfahrung mit Multifokallinsen und können Sie mit unserem Erfahrungsschatz ideal beraten und auch genau abschätzen, ob dieser Typ Linse für Sie in Frage kommt. Die Multifokallinsen können für mehr als eine Distanz korrigieren mit dem Ziel nach der Operation in den meisten Alltagssituationen brillenfrei zu sein. Die Linse teilt das auf das Auge fallende Licht auf, damit man sowohl in die Weite wie auch in die Nähe sieht. Es kann Halos um Lichtpunkte geben und wenn man lesen möchte, ist meist eine ausreichende Ausleuchtung wichtig. Die allermeisten Patienten gewöhnen sich rasch an diese Nebeneffekte und sind sehr zufrieden. Auch hier verlassen wir uns auf genaue Messungen zur Berechnung der richtigen Linsenstärke. Sollte es zu einer stets möglichen leichten Refraktionsabweichung kommen nach der Operation, können wir diese mittels Laser einfach korrigieren.
Ablauf der Kataraktoperation – die Operation des grauen Stars
Der Ablauf der ambulanten Operation ist hochstandardisiert. Das Risiko schwerer Komplikationen ist tief. Als Ihr Augenchirurge Dr. Nicolas Waldmann verfüge ich über langjährige operative Erfahrung mit tiefer Komplikationsrate. Meist sieht man schon am nächsten Tag relativ gut und in den folgenden Tagen beruhigt sich das Auge soweit, dass die Sehkraft deutlich ansteigt. Mein Anspruch ist, dass Sie bereits am ersten Tag eine gute Sehschärfe erreichen, was ein Qualitätszeichen für die Operaiton ist. Der Eingriff und der Heilungsverlauf kann bei erschwerenden Faktoren wie zum Bespiel einem Glaukom länger sein oder die potentielle Sehkraft ist limitiert durch eine vorbestehende Netzhauterkrankung wie einer Makuladegeneration.